Die Geschichte des Dorfes Aull ist mit der so genannten „Alten Burg“, die sich heute dem Betrachter als nahezu restauriertes Fachwerkgebäude präsentiert, eng verknüpft.
Früher lag die Auller Burg in einem Sumpf und war von einer Wehrmauer und einem tiefen Wassergraben umgeben. Am Ausgang des engen Hambachtales gelegen, beherrschte sie dieses und damit auch eine Zugangsstraße zum Westerwald. Diese Lage der Burg und eine oberflächliche Erklärung des Namens Aull (aula, ist u.a. ein Palast in der römischen Kaiserzeit) mögen die Ursachen dafür sein, dass einzelne Geschichtsschreiber annahmen, Aull sei eine Römersiedlung gewesen und die „Alte Burg“ in ihren Uranfängen ein Römerkastell. Doch diese Behauptung ist nicht belegt, auch wenn man davon ausgeht, dass der Turm des alten Diezer Grafenschlosses in seinem unteren Teil römischen Ursprungs sei. Vielmehr kann man annehmen, dass sich der Name Aull aus ouwelle, Auwell, Augell, Auell, Auel, zu dem heutigen Aull entwickelt hat und aus dem althochdeutschen Wort "ouwe" entstanden ist, das die Lage der Siedlung im engen Tal am Wasser bezeichnet.
Über das tatsächliche Alter sind wir auf Vermutungen angewiesen, denn es ist nicht nachweisbar, wann der älteste Teil der Burg errichtet wurde. Anzunehmen ist, dass er vor dem 12. oder 13. Jahrhundert entstand, zumal die Burg 1284 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde. Einst schlossen sich an das eigentliche Wohnhaus in einem weiten Viereck Gesindehaus, Ställe, Scheune und sonstige Wirtschaftsgebäude an. Da die Burganlage von einem tiefen Wassergraben umgeben war, handelte es sich um eine Wasserburg. An der Südseite ließen die Gebäude einen Durchgang frei und dort lag der durch eine Zugbrücke verschlossene Eingang. Am nördlichen Ausgang befand sich ein überbautes Tor, von dem aus ein Knüppeldamm durch den Sumpf führte.
Die Umgebung der Burg hat sich im 18. und 19. Jahrhundert stark verändert. Die Umfassungsmauern und der Wassergraben verschwanden. Das Gelände wurde aufgefüllt und so die Trockenlegung der nassen Wiesen erreicht. Als 1876 die Bezirksstraße gebaut wurde, legte man auch den Weg zur Burg neu an und verwendete dabei Steine der alten Wehrmauer, die vollkommen verschwand. Von den früheren Gebäuden ist nur das eigentliche Wohnhaus erhalten geblieben, die übrigen fielen 1899 einem großen Brand zum Opfer.
Geschichte:
Die erste Erwähnung findet das Hofgut Aull in einer Urkunde vom 29. März 1284, in der die Herren von Helfenstein den Junker Otto von Diez mit dem Auller Hof und Wald belehnen. Wer vor 1284 Besitzer dieses Gutes war, ist nicht bekannt.
Näheres zur „Alten Burg“ finden Sie unter: Alte Burg Aull.
Hier einige Eckdaten:
Um 1400 starb das Geschlecht der Adeligen von Diez aus und das erledigte Lehen Aull kam an die Rödel von Reiffenberg,
1492 starb dieses Geschlecht ebenfalls aus und die Koethe von Wanscheid wurden Lehensleute der Helfensteiner. 1521 verkaufte Johann Karl, Herr zu Helfenstein, Gut und Wald zu Aull an die Koethe von Wanscheid
1655 wurde der Besitz an Franz Freiherr von Hohenfeld zu Camberg verkauft.
Um 1660 wurde die Burg einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Lange Jahre blieb sie vor Plünderungen bewahrt, bis die Koalitionskriege (1792 - 1807) wieder böse Zeiten brachten.
Etwa in der Zeit von 1815 bis 1820 ließ Herr Domdechant Freiherr von Hohenfeld wieder die demolierten Gebäude herrichten.
Nach dem Aussterben derer von Hohenfeld im Jahre 1822 wurden die Herren von Schütz Besitzer des Hofgutes; der Wald war inzwischen in den Besitz der Gemeinde übergegangen.
Die Besitzer des Gutes in den letzten 100 Jahren waren von 1843 bis 1866 Friedrich Wilhelm von Schütz, von 1866 bis 1876 Moritz von Schütz, von 1876 -1924. Freiin Maria von Schütz und ihr späterer Gemahl Herr von Freiberg-Schütz Von diesen erwarb der Landwirt August Müller 1924 die Burg mit der Hälfte der Ländereien. Die andere Hälfte kauften Auller Landwirte. 1948 ging der Besitz an seine Tochter Emmi Langschied über und seit 1993 gehört er Richard Langschied.
Die Dorfentwicklung:
Wie schon erwähnt, stammt die älteste Urkunde über Aull aus dem Jahre 1284. Bemerkenswert aus dieser Zeit ist der Weinbau, der damals an dem Burgberg, dem Neuberg usw. betrieben wurde. Besitzer der großen Weingärten in den " Aulwylerbergen" waren fast ausschließlich die Kirche und der Adel. Die Kleinbauern lebten mehr schlecht als recht, denn sie waren die Opfer der Ausbeutung durch die Grundherren.
Um 1300 wird in Aull eine Kapelle, die St. Jostkapelle gebaut. Sie stand in der Mitte des Dorfes, dort wo heute die Staffeler Straße auf die Koblenzer Straße trifft. Über 200 Jahre lang wurden von hier aus die Gemeinden Aull, Gückingen, Hambach und Staffel betreut. Der Kaplan wohnte in der Burg, in der auch ein Hausaltar stand. Als jedoch 1564 die Grafschaft Diez zur lutherischen Kirche übertrat, wurde die Auller Kapelle von Diez aus verwaltet und der Pfarrer von St. Peter hielt am Sonntagmorgen den Gottesdienst.
Südlich der Kapelle befand sich der Friedhof und der Totengräber hatte viel Arbeit, als in den Jahren 1349,1350,1364,1574,1606 und 1607 die Pest in Aull wütete. Dafür verantwortlich gemacht wurde nicht der Mangel an Sauberkeit, sondern abergläubische Leute glaubten, Hexen seien die Urheber für die Seuchen. So wurden auch hier wie im übrigen Deutschland, unschuldige Frauen als Hexen verbrannt. Trotz der verheerenden Seuchen hatte Aull 1618 40 Wohnhäuser und das war für die damalige Zeit recht beachtlich. So gründete man 1618 eine Schule, die auch von den Kindern aus den Nachbargemeinden Gückingen, Staffel und Hambach besucht wurde.
Doch dann kam der 30jährige Krieg.
Das Jahr 1633 brachte neue Lasten für Diez und Umgebung. Die Schweden fielen über das Land her. Schrecklich waren die Misshandlungen der armen Bauern. In den tiefen Schluchten des Auller Waldes, Distrikt "Rinderstall" hausten die Armen, ihre Häuser, Gärten und Felder schutzlos der Zerstörungswut der Soldateska überlassend. Die Peterskirche war ihres Holzwerkes beraubt, kahle Mauern bildeten den kärglichen Rest des Gotteshauses. Kloster Dierstein, ausgeplündert und angezündet, lag in Trümmern. Die Felder zerstampften die Pferde der schwedischen Reiter. Die Obstbäume fielen deren Axt zum Opfer. Kahle Mauern, verkohlte Stämme bezeichneten die Stätte, wo einst menschliche Siedlungen standen. Endlich zogen die Schweden ab. Scheu kehrten die halbverhungerten Menschen wieder ins Dorf zurück. Wie sah es hier aus? Von etwa 40 Häusern stand keines mehr unversehrt da. Bewohnbar waren neben der Burg nur noch sechs Häuser. Die Kapelle war schwer beschädigt, das Dach fehlte. Die Burg war in ihrem oberen Teil ebenfalls eine Ruine geworden. Eng zusammengedrängt wohnten die Menschen. Ihr entkräfteter Körper konnte den im Lande grassierenden Seuchen nicht widerstehen. 1634 forderte die Pest wieder ihre Opfer unter ihnen. Der Friedhof bei der Kirche füllte sich. Einquartierungen vermehrten die Not. Die Spanier zogen durchs Land. Am 01.01.1635 plünderten sie Aull. Kaum hatten die Menschen noch das nackte Leben. Wieder wütete die Pest. Das Jahr 1636 brachte neue schwere Not. Kaiserliche Marodeure durchstreiften das Land. In der Burg wohnte der Führer der disziplinlosen Schar; Rittmeister Leoman. Fürchterlich waren die Leiden des armen Hofpächters, eines seiner Dienstmädchen, das sich dem lüsternen Verlangen der Unmenschen widersetzte, wurde in das nahe Gebüsch des Burgberges geschleppt, vergewaltigt und ermordet. Der Leichnam wurde ein Raub der umherstreifenden Hunde.
Hier ein Bericht aus dieser schrecklichen Zeit:
In den dichten Wäldern der Auller Mark hauste allein ein Auller Bauer. Der Rittmeister hatte ihm Rache geschworen. Sein Haus ging in Flammen auf. Die Altmutter hatte sich zum Sterben hingelegt und verlangte nach dem Abendmahl. Er eilte nach Diez, doch unterwegs fingen ihn einige Soldaten ab. Sie wollten nach Hirschberg, er musste ihnen den Weg zeigen. Kein Flehen half. Verspottet und verhöhnt lief er neben den Pferden her; übers Heistenbacher Feld ging es in den nahen Wald. Jetzt waren sie an dem so genannten Judengraben angelangt. Hier hatten plündernde Soldaten einen jüdischen Händler ermordet und beraubt. Dem Volk haftete seitdem eine unüberwindliche Scheu vor dem Hohlweg an. Es nannte ihn den Judengraben. Dem Bauern war es darum ganz recht, dass ihn die Soldaten zwangen, am Rande des Grabens entlang zu laufen, während sie durch den Hohlweg selbst ritten und den nur mühsam vorwärts kommenden Mann hänselten. Er strauchelte und fiel. Im Fallen raffte er einen kräftigen Stein auf, warf und traf den grausamsten der Wüstlinge, dass er vom Pferde stürzte und sich das Genick brach. Alles war das Werk weniger Sekunden und bis die überraschten Räuber zu ihren Pistolen greifen konnten, hatte der dichte Wald den Bauern verschluckt. Hier fand er Unterschlupf und nur in dunklen Nächten stahl er sich heim und holte sich karge Kost. Altmutter musste sterben, ohne das Abendmahl; und sein Weib zeigte lange die Spuren der Misshandlung durch die Mordbrenner. Endlich zogen die Truppen ab. Die Not war aufs höchste gestiegen. Hunger und Kälte waren im Bunde mit dem Würger Krieg. Hunde, Katzen, Mäuse, Ratten und selbst die Leichen, der durch die Pest Gefallenen, bildeten Leckerbissen. Trotzdem nahmen die Einquartierungen kein Ende.
Auch 1638 lagen in den wenigen Hütten einige Zeit Soldaten im Quartier. 1639 nahmen die Truppen den Aullern 10 Stück Vieh weg, das war fast der ganze Bestand. Das Jahr 1640 ging glimpflich vorüber.
1641 wurde, das wollen wir hier erwähnen, der Besitzer der Auller Bürg, Friedrich Köth von Wanscheid, Landhauptmann in der Grafschaft Diez. 1642, 1643, 1644 und 1645 atmete das gequälte Volk wieder etwas auf. Wohl lagen Kriegskontributionen usw. schwer auf dem Land, doch die Bauern waren vor den Gewalttaten der Soldaten geschützt. 1646 wurde Aull zum letzten Mal von plündernden Schweden überfallen.
Es ist leicht, sich ein Bild von den Zuständen in Aull um das Jahr 1650 zu machen, wenn man sich die Zustände des 3Ojährigen Krieges vergegenwärtigt.
Die Weinberge im Neuberg, am Burgberg und im Rödelberg waren verwüstet. Nur ein Teil der Felder wurde von den etwa 20 Menschen, die noch da waren, bebaut. Es fehlte an Vieh und Saatgut. Kein Haus war noch einigermaßen erhalten. Das Dorf, das sich um die Burg und die Kapelle geschart hatte, zog sich nun mehr am Rainberg hin. Die herrenlosen Häuser verschwanden. Die Steine und noch brauchbaren Balken und Schindeln benutzte man zum .Aufbau neuer und zur Ausbesserung noch reparaturfähiger Häuser. So wurden zunächst die Burg und etwa sechs Häuser erbaut, bzw. in bewohnbaren Zustand versetzt. Allerdings geschah dies alles größtenteils erst nach 1655, nachdem Freiherr Franz von Hohenfeld die Burg käuflich erwarb. Junker von Wanscheid hatte die Freude an seinem Besitz verloren. Ständig lebte er mit den Dörfern Aull und Heistenbach wegen der Holznutzung in Streit und ließ deshalb auch nichts an der Burg machen.
Kaum hatte sich die Bevölkerung etwas von den Kriegsfolgen erholt, da ließen die Herren von Hohenfeld die Burg und die St. Jostkapelle, letztere mit Hilfe der Gemeinden Aull, Gückingen und Hambach, renovieren. Sie erhielt sogar einen Turm aus Fachwerk mit einer Glocke und Uhr. 1660 konnte wieder Gottesdienste gehalten werden. Die Häuser wurden neu errichtet und die Felder wieder bewirtschaftet.
Doch die ruhigen Zeiten des Aufbauens sollten nicht lange währen. Denn seit 1672 führte der französische König Ludwig XIV. seine Raubkriege. 5000 kurbrandenburgische Reiter rückten am 01.12.1672 von Diez kommend über Aull, und Hambach in Richtung Rhein vor und richteten in den an ihrer Marschstraße liegenden Siedlungen großen Schaden an. 1673 lagen diese Truppen in Diez und Umgebung im Winterquartier. 1675 folgten wieder Einquartierungen, diese Soldaten taten es in der Behandlung der Bauern den vorhergegangenen gleich. 1676 wurde die Bedrückung immer stärker und wieder suchten die Ärmsten Schutz in den dichten Wäldern, denn Gewalttaten, Misshandlungen, Plünderungen waren an der Tagesordnung. Alle Aufbauarbeit schien vergebens; doch 1679 rückten die Soldaten ab und die Bevölkerung musste wiederum den entstandenen Schaden beseitigen. Felder und Rebenanlagen waren verwüstet und seit dieser Zeit hat der Weinbau nie mehr eine besondere Bedeutung erlangt.
Um 1700 kam Johannes Richter, ein Lehrer nach Aull, der die Kinder von Aull, Gückingen und Hambach gemeinsam unterrichtete. Erwähnenswert ist, dass die Kinder von Gückingen bis 1878 und die von Hambach bis 1890 nach Aull zur Schule gingen.
Nur langsam stieg die Bevölkerungszahl. Um 1789 standen in Aull 20 Wohnhäuser. Doch da begann in Frankreich die Revolution. Französische Soldaten kamen bei der Verlegung deutscher Heere über den Rhein bis in unsere Gegend. In der Nacht vom 19. zum 20. April 1797 zündeten die Franzosen das von den Einwohnern verlassene Aull an und legten so die Hälfte der Gebäude in Schutt und Asche. Auch die St. Jostkapelle wurde so stark beschädigt, dass sie später nicht wieder aufgebaut wurde. Die Burg und die Schule jedoch blieben von den Flammen verschont.
Bevor man jedoch an die Wiederherstellung der Häuser ging, wurde ein neuer Bebauungsplan erstellt, die heutige Koblenzer Straße entstand. 1805 waren die Bebauungsmaßnahmen abgeschlossen, die Häuser wieder errichtet. 1815 kam Aull mit der Grafschaft Diez endgültig zum Herzogtum Nassau und nun folgte eine Zeit ruhiger Entwicklung. Der Lebensstandard der Bevölkerung wuchs, das Schulwesen wurde neu geregelt, der Streit zwischen den Konfessionen beigelegt. 1831 zählte das Dorf 31 Häuser mit 170 Einwohnern. Am 4. April 1834 kaufte die Gemeinde Aull die baufällige Kapelle und den Friedhof zum Preis von 530 Gulden. 1838 wurde die Kapelle abgerissen, der Friedhof Teil eines Bauernhofes und der noch heute benutzte Friedhof wurde angelegt.
1832 bekamen die Auller am Hambach oberhalb der Burg eine Wassermühle. Von nun an brauchte das Getreide nicht mehr in der Klostermühle des Nonnenklosters Dierstein gemahlen zu werden.
Nachdem das Lahnwehr beim „Mühlchen" beseitigt wurde, konnten die Schiffe ungehindert von Pferden auf dem Leinpfad Lahn aufwärts gezogen werden. Auch in Aull wurden viele Kähne beladen, denn das bei Hambach und Gückingen geförderte Eisenerz wurde von hier aus zur Verhüttung ins Ruhrgebiet gebracht. 1859 - 1863 wird die Lahntalbahn gebaut. Hätte man dabei den ursprünglichen Plan verwirklicht, so wäre Aull Eisenbahnstation geworden. Doch da Limburg und nicht Diez das Eisenbahnausbesserungswerk erhielt, musste die Strecke von Diez direkt nach Limburg geführt werden.
Nach dem Krieg 1870/71 wurde Aull mehr dem Verkehr erschlossen. Die heute als Zubringer zur Autobahn Frankfurt - Köln stark befahrene Straße von Diez über Aull nach Hambach und Görgeshausen wurde ausgebaut, im Rahmen dieses Ausbaues musste ein Teil des alten Backhauses weichen. Auch wurde die Straße nach Gückingen befestigt. Aber nicht nur hinsichtlich des Straßenbaues erfolgten in Aull Erneuerungen. 1912 erhielt Aull bereits die Wasserleitung und 1913 elektrisches Licht. 1914 zählte die Gemeinde 260 Einwohner in 51 Häusern und 1929 wohnten 273 Einwohner in 55 Häusern.
Doch dann kam der 1. Weltkrieg und Aull hatte 23 Tote und Vermisste zu beklagen. Auch im 2. Weltkrieg verlor Aull 25 Einwohner.


Nach dem Krieg erhöhte sich die Bevölkerung jedoch stetig, zunächst einmal durch die Aufnahme von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten.
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Dieses Bild bot sich dem Betrachter bis 1960:

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Von 1960 an erfährt Aull eine grundlegende Erweite-rung. Der Bebauungsplan „Neuberg" wird erstellt und 1962/63 beginnt man mit dem Bau von sechs Wohnhäusern |
Aber diese Fläche reichte nicht aus für die wachsende Nachfrage nach Bauland. So wird 1967 ein weiterer Bebauungsplan "Oberer Neuberg - Unterau" erstellt.

Baugebiet "Oberer Neuberg - Unterau" im Sommer 1984
Diese Ansicht bietet sich 2004 dem Betrachter von der Punta von Schloss Oranienstein:
Aull hat jetzt 495 Einwohner und wie es scheint, ist die Bautätigkeit noch nicht abgeschlossen.
Bauprojekte
Zeitungsbericht vom 6. Juli 1979


Alfred Kröner lobte in seiner Abschiedsrede die mit dem Gemeinderat stets gute Zusammenarbeit in über zwei Jahrzehnten, die jenseits politischer Polemik immer sachbezogen gewesen war. Seinem Nachfolger und den nachrückenden Gemeinderatsvertretern wünschte er die gleiche zielstrebige Arbeit zum Wohle der Gemeinde. Ein kurzer Rückblick des scheidenden Amtschefs legte Zeugnis von der Aufbauarbeit in Aull ab. Eine neue Pumpstation und neue Straßenbeleuchtung entstanden, die Müllabfuhr wurde eingeführt, heute bereits teilweise verwirklichte Bebauungsplane aufgestellt, eine Friedhofshalle wurde gebaut, Altenfeiern jährlich abgehalten, Wasserzähler installiert, das Feuerwehrgerätehaus umgebaut, ein Sport- und Freizeitgelände geschaffen (mit 30 000 Mark Zuschuss), Bauland umgelegt , der Lahntalwanderweg ausgebaut, aus der ehemaligen Dorfschule mit Hufe von 117000 Mark Landes- und Kreiszuschüssen ein Mehrzweckhaus errichtet, an Planmaßnahmen zum Flächennutzungsplan mitgewirkt, die neue Friedhofshalle beheizt u. a. m.
Die fünf anwesenden Ratsmitglieder wählten anschließend Willi Grün einstimmig zum neuen Bürgermeister von Aull...
In seiner Antrittsrede dankte der neue Bürgermeister für das Vertrauen, das ihm die Bürger entgegengebrachhaben und wünschte sich mit dem neuen Gemeinderat eine ebenso zielstrebige und ersprießliche Zusammenarbeit wie unter seinem Amtsvorgänger.
„Im Namen der Ortsgemeinde spreche ich Ihnen, Altbürgermeister Kröner, Dank und Anerkennung für die in 23 Jahren geleistete Arbeit zum Wohl der Bürger aus", sagte Willi Grün, als er seinen Vorgänger verabschiedete und ihm bei dieser Gelegenheit eine Dankesurkunde und ein Geschenk überreichte. „Sie haben den Grundstein mitgelegt für die kommenden fünf Jahre", schloss Willi Grün seine Laudatio.
Von 1975 - 1979 wurde unmittelbar an der Lahn mit großem Engagement von Auller Bürgern ein
Freizeitgelände erschlossen.
und im Sommer 1980 seiner Bestimmung übergeben.

Friedhofsgestaltung
Nach 130 Jahren ertönte am 2. Oktober 1964 wieder Glockengeläut von der neu erbauten Friedhofskapelle . Die Glocke wiegt 70 kg und klingt in der Tonlage A 2. Jeden Mittag um 11.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr ist sie seitdem zu hören.
Mit dem Bau der Verbindungstreppe wurde der alte Teil des Friedhofs mit dem neuen verbunden.
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Gemeinsam geht's besser...

Bericht vom 30. November 1983
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... dies zeigt die gelungene Ver-bindungstreppe zwischen altem und neuem Friedhofsteil, deren Entstehung der Eigenleistung vieler Auller Bürger und den großzügigen Spenden der Firmen Reinhard, Aull; Matzkeit und Schang, Diez zu verdanken ist, denn nur so konnte, trotz der an-gespannten Haushaltslage, diese sehr schöne Anlage er möglicht werden. Über die neue Wasser-stelle mit Gießkannensäule freuen sich die Auller Bürger ganz besonders.
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Friedhofskapelle 2004
Das Dorfgemeinschaftshaus
1930 wurde unter großen Opfern eine neue Volksschule am Ortsausgang in Richtung Staffel errichtet. Seit 1959 liefen Bestrebungen, entweder eine Turnhalle oder aber eine Mehrzweckhalle mit Gückingen gemeinsam zu bauen. Doch eine Einigung kam nicht zustande. So entschlossen sich die Auller dieses Projekt allein in Angriff zunehmen. Da in die alte Volksschule keine Schüler mehr kamen, sie gehen mittlerweile nach Diez oder Altendiez, wurde beschlossen, dieses Gebäude mit einem Anbau zu versehen. Das sollte das Dorfgemeinschaftshaus werden. Und im April 1979 wurde grünes Licht zur Errichtung des Dorfgemeinschaftshauses gegeben.

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Architekt Michael Strieder und Ortsbürgermeister Willi Grün beim Unterzeichnen der Urkunde |

Die Urkundenrolle, von Rudolf Meffert fest verschlossen, ist eingelegt
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Ernst Elsemüller und Günter Mäncher verdecken
mit dem Stein , in den das Baujahr gemeißelt ist, die Urkundenrolle |

Günter Mäncher beim Verlesen des Richtspruchs
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Nach 3751 Stunden feierten die Auller nun das Richtfest
Dorfgemeinschaftshaus entsteht in Eigenleistung
Aull (rla). — Seine erste Bewährungsprobe hat das Auller Dorfgemeinschaftshaus bestanden. Am Wochenende feierten die Bürger und Ehrengäste Richtfest und Grundsteinlegung. Das Besondere bei dieser Angelegenheit: Die Auller haben ihr Gemeinschaftshaus selbst gebaut und hatten deshalb allen Grund, besonders lang und intensiv zu feiern.
Anfangs hatte Ortsbürgermeister Willi Grün doch erheblich Bedenken, ob sich ein so großes Projekt in Eigenarbeit verwirklichen lässt. Doch nachdem die Auller beim Bau des Freizeitgeländes bewiesen hatten, daß sie kräftig mit anpacken können, war der Ortschef nicht mehr so skeptisch. Spontan meldeten sich 90 Bürgeund bestätigten durch ihre Unterschrift ihre Mitarbeit. Als man Anfang 1980 nach langer Vorplanung endlich die Baugenehmigung erhielt, wurde sofort ein Bauausschuß gebildet. Ein Arbeitsplan wurde erstellt, der Einsatz eines jeden Helfers genau geregelt. Da der Architekt Michael Strieder bei seiner Planung auf schwierig zubauende Teile weitgehend verzichtet hatte, war der Rohbau in knapp neun Monaten fertiggestellt.
Ortsbürgermeister Grün hofft nun, daß die Arbeitsmoral noch einige Monate erhalten bleibt. Dann kann nämlich im November 1981 Einweihung gefeiert werden. Den 430 Auller Einwohnern steht dann ein Dorf-gemeinschaftshaus mit einer 22 mal 15 Meter großen Halle, mehreren Abstell- und Neben-räumen, einem Gemeindesaal und Vereinsräumen zur Verfügung.Bisher wurden schon 3751 Stunden Eigenleistung „.abgearbeitet“. Wenn das Gebäude fertig ist, wird es einenWert von etwa 600000 Mark haben. Die Gemeinde benötigte jedoch nur 396 000 Mark.
Bevor es zum gemütlichen Teil in dem Rohbau kam, dankte der Ortsbürgermeister allen Helfern und versicherte ihnen: „'Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Auch Bürgermeister Karl Günzler zeigte sich beeindruckt über diese Gemeinschaftsleistung, die in der Verbandsgemeinde beispielhaft sei. Er wünschte, daß das Haus in Frieden und .Freiheit seinen Zweck erfüllen kann.

Die Auller Bürger zeigten, wie man 450000 Mark verdreifacht
In Eigenleistung ein neues Dorfgemeinschaftshaus gebaut- Einweihung
AuII (rla). —• Ohne Beispiel ist im weiten Umkreis das neue Auller Dorfgemeinschaftshaus. Nicht, daß es besonders groß, schön und teuer ist. Auch gibt es aus der kleinen Lahngemeinde keinen Bauskandal zu vermelden, sondern einmal etwas Erfreuliches: In eindreiviertel Jahren haben die Auller Bürger ihr Dorfgemeinschaftshaus selbst gebaut und mit insgesamt 450 000 Mark (einschließlich Inneneinrichtung) einen Wert von 1,5 Millionen Mark geschaffen. Am Wochenende feierte man mit Freunden und Gästen die Einweihung des Gemeinschaftshauses.
Ortsbürgermeister Willi Grün verbrachte die erste halbe Stunde des Abends damit, allen Helfern, Gönnern und Freunden Dank zu sagen. Aus Platzgründen müssen wir uns auf wenige Namen beschranken. Als fleißigste .Helfer wurden Alwis Mencher, August Grün, Heinrich Ackermann und Lotte Kröller mit Ehrenurkunden ausgezeichnet. Herzlichen Applaus gab es für Alwis Hagenhoff, der die schönen Fassadenmalereien besorgte, sowie für Landtagsabgeordneten Rudolf Scharping und Bürgermeister Karl Günzler, die sich für das Auller Projekt stark gemacht hatten. Insgesamt waren 120 Auller Bürger aktiv am Hausbau beteiligt. In eindreiviertel Jahren wurden etwa 9000 Arbeitsstunden Eigenleistung erbracht. Dies alles geschah unter der Leitung von Architekt Michael Strieder, der sich von der ersten Stunde an für das Auller Projekt begeistern konnte und deshalb den Bürgern preislich sehr entgegenkam. Dafür erhielt er von Ortsbürgermeister Grün einen ausgefallenen Glasteller.
Diese beispiellose Bürgertat ist natürlich in erster Linie ein Produkt einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft. An der Spitze dieser Gemeinschaft steht jedoch ein Mann, der es hervorragend verstand, die Bürger zum gemeinsamen Handeln zu motivieren: Willi Grün; Für sein hervorragendes Engagement dankte Alfred Fein dem Ortsbürgermeister am Einweihungsabend. Rote Rosen
Auch Landtagsabgeordneter Rudolf Scharping und Bürgermeister Karl Günzler würdigten die Leistung der Auller Bürger. Günzler 'hatte als Geschenk eine Uhr mitgebracht, die. neu, bezahlt und nicht von der Bundesbahn mitgenommen war, wie er scherzhaft versicherte. Der Diezer Steinmetz Karl Schang, der sich aus familiären Gründen den Aullern besonders verbunden fühlt, hatte das Dorfgemeinschaftshaus großzügig mit Geld- und Sachspenden unterstützt. Bei der Eröffnung gelang ihm ein besonderer Gag. Er überreichte gemeinsam mit seiner Frau allen Damen, die beim Säubern des Hauses geholfen hatten, eine rote Rose.
An Räumlichkeiten hat das neue Dorfgemeinschaftshaus folgendes aufzuweisen: einen 300 Personen fassenden Saal, Thekenraum, überdachter Balkon, transportable Bühne, Lagerraum, 50-Personen-Saal, Küche, Bürgermeister-Zimmer, Dusch- und WC-Räume sowie zwei Mietwohnungen. Mit diesem Raumangebot wurde ein dringender Bedarf der Auller Vereine gedeckt, betonte Ortsbürgermeister Willi Grün. Beim Festabend wurde natürlich nicht nur gesprochen und geehrt. Auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz. Nachdem das Dorfgemeinschaftshaus seiner Bestimmung übergeben war, würde so manches Fest darin veranstaltet, Ausstellungen gezeigt und sich darin viel sportlich betätigt.

Dorfgemeinschaftshaus 2004
Das „Jahrhunderthochwasser"
75 Jahre nach dem großen Wasser kam die Jahrhundert-Katastrophe
DIEZ. Fast auf den Tag genau 75 Jahre nach der Hochwasserkatastrophe stieg der Pegel in Diez gestern nachmittag auf die Jahrhundert-Rekordhöhe von 7,68 Meter, 20 Zentimeter über den Höchststand von 1909. Nur im Jahre 1946 kletterte die Lahn auf 7,95 Meter. Aber damals staute sichdas heranschieBende Wasser an den gesprengten Brücken, sodaB die Stadt überschwemmt wurde. Der Normalstand liegt bei 1,37 Meter.
Auch gestern brach in der Diezer Innenstadt und den Lahngemeinden Fachingen, Balduinstein, Geilnau, Laurenburg und Aull jeglicher Verkehr zusammen. Zahlreiche Häuser und Geschäfte mußten geräumt werden. Die Katastrophenschutzeinheiten und zahllose freiwillige Helfer waren rund um die Uhr im Großeinsatz. SeitDienstagnachmittag herrscht Katastrophenalarm.
Ganze Straßenzüge sind ohne Strom, ohne Heizung und ohne Telefonanschluß. Nur Schlauchboote stellen die Verbindung zur Außenwelt her. Bundeswehrsoldaten verteilten gestern Tee, Bouillon und 1150 warme Mittagessen. Zeitungs- und Briefträger erledigten ihre Arbeit - soweit wie möglich - in Gummistiefeln. Die in derDiezer Innenstadt am Dienstagabend aufgestellten Stege wurden in der Nacht bereits wieder abgebaut, die Holzdielen wegzuschwimmen drohten, erklärte Verbandsgemeindewehrleiter Richard Kämpfer. Viele Anlieger äußerten ihren Unmut darüber in lautstarker Kritik, die sie den vorbeirudernden Feuerwehrleuten mit auf den Weg gaben.
Gestern räumten rund 150 Soldaten in Diez Geschäfte und Häuser aus und bauten Stege. Mit zwei Schwimm-Radfahrzeugen wurden Patienten zu Ärzten gebracht, darunter eine schwangere Frau aus der Unterstraße. Die Bevölkerung wurde mit Tee, Bouillon und 1150 Essen versorgt Viele der vom Hochwasser eingeschlossenen Bürger müssen mehrere Tage im Kalten leben. Großes Aufatmen bei den Einsatztruppen und der Bevölkerung,als am Nachmittag der Wasserpegel zum Stillstand kam um schließlich langsam sank.
| Februar 1984 |
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Die Hochwasserkatastrophe richtete auch in Aull beträchtlichen Schaden an. Ortsbürgermeister Willi Grün dankte vor allem den Feuerwehren aus Gückingen, Hambach, Heistenbach und Aull sowie der Bundeswehr für ihren „unermüdlichen Einsatz und ihre tatkräftige Mithilfe“ bei der Bewältigung der Katastrophe.
Dorfverschönerung
Ein neues Feuerwehrgerätehaus soll hier entstehen.
Dieses Anwesen in Aull, 'Koblenzer Stra ß e 1, wurde von der Ortsgemeinde Aull und der Verbandsgemeinde Diez erworben. W ä hrend das alte Wohngeb ä ude abgerissen wurde, ist die Scheune zum neuen Feuerwehrger ä tehaus umgebaut worden. ( März 1985)
Neubau des Feuerwehrgerätehauses März 1988

Der ständig wachsende Autoverkehr plagte die Auller Bürger immer mehr. Es musste Abhilfegeschaffen werden.
Der Baum links gab der Pension „Zur Linde“ den Namen. Doch wegen der geplanten neuen Straßenführung wurde das Gebäude 1981 abgerissen. Diese Aufnahme stammt von 1963.
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Altes Feuerwehrhaus mit der „Lügenbank“ |

„Milchbock“ Karla Achenbach in der Mitte |
Nach dem Abriss dieser Gebäude bot sich dem Betrachter sehr lange dieses Bild.
„Der momentane Zustand des Kreuzungsbereichs in der Ortsmitte erinnert an die Nachkriegszeit. Die Behörden sollten endlich einsichtiger werden und drlngendst Abhilfe schaffen.
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Heftige Kritik übte Bürgermeister Willi Grün am Straßenbauamt Diez. Auch im Bereich der Staffeler Straße müsse unbedingt etwas getan werden. Kleine Kinder oder Frauen mit großen Einkaufstaschen seien durch die knapp vorbeifahrenden Autos stark gefährdet. Die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sollten beschleunigt werden, denn der Verkehr im Ortsbereich nehme ständig zu.
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Bericht am 29. Juli 1987 dazu:
Verkehrssicher und schöner soll die Kreuzung in der Ortsmitte von Aull werden . Drei Fahrbahnen werden im Zuge des Ausbaus durch das Straßenbauamt durch bepflanzte Verkehrsinseln geteilt, auf einem Stück des freien Platzes im Vordergrund des Bildes will die Gemeinde einen Dorfplatz errichten, auf dem ein Brunnen, Bänke und eine Linde stehen könnten .
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Bericht vom 10. Juli 1989

Der Kreuzungsbereich 2004
Neue Führungsspitze: Wolfgang Linden Auller Ortsbürgermeister

Am Freitag dem 15. November 1996 wurde der neue Auller Ortsbürgermeister Wolfgang Linden (Mitte) in Anwesenheit von Verbandsbürgermeister Franz Klöckner (rechts) von Rudolf Nink ins Amt eingeführt.
Spielparadies an der Freizeitanlage
Dieser Kinderspiel- und Bolzplatz, für den Willi Grün bereits die Weichen gestellt hatte, wurde dann unter seinem Nachfolger im Amt, Wolfgang Linden, so ausgebaut, wie er sich heute dem Betrachter zeigt und 1997 seiner Bestimmung übergeben.
Pressebericht:
Die Brücke über den Hambach, die auf dem neuen Kinderspielplatz am Lahnufer ihren Platz gefunden hat, ist nicht nur ein beliebtes Spielobjekt, sondern hat auch symbolischen Charakter: Sie schlägt eine Brücke zwischen Kindern und Erwachsenen.
Nach einem Gottesdienst mit Pfarrer Adolf Tremper weihte Ortsbürgermeister Wolfgang Linden während des traditionellen Familientages des Frauenchores „Liederkranz" Aull die neue Spieloase ein. „Vater" des Spielplatzes ist eigentlich schon Lindens Vorgänger im Bürgermeisteramt. Willi Grün war es, der die Weichen für die Bezuschussung gestellt hat. Immerhin hat der „kindliche Himmel auf Erden" 80 000 bis
90 000 Mark gekostet.
Neue Haltestelle im Auller Ortsteils „Oberer Neuberg".
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Das außerhalb von Aull gelegene Wohngebiet ist somit an die Buslinie Montabaur-Diez-Limburg angeschlos-sen. Bei der Übergabe dankte Ortsbür-germeister Wolfgang Linden dem anwesenden Verbandsgemeinde-bürgermeister Franz Klöckner, dem
Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Kurt Wilhelm, Landrat Kurt Schmidt, dem Landtagsabgeordneten Karl-Peter Bruch sowie Alexander Roitzsch von der Bauleitung der Verbandsgemeinde für die Unterstützung des Projektes.
In nur sechs Wochen Bauzeit wurde die Haltestelle fertig gestellt. Die Kos-ten für dieses Projekt belaufen sich auf 75000 €, die zum größten Teil bezu-schusst werden.
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Rad-und Wanderweg bei Aull
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Der geteerte Rad- und Wanderweg hat eine Länge von l, 6 Kilometern und führt vom Ortseingang Aull bis zur Landesgrenze bei Limburg-Staffel. An der Finanzierung war die kleine Ortsgemeinde Aull nicht unwesentlich beteiligt. 20 Prozent der Kosten wurden von ihr übernommen.
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Ulrike Wüst-Langschied
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